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Picos de Europa: Gut zu wissen

Nur 20 Kilometer von der Nordküste Spaniens entfernt waren die Picos  das Erste von Europa, das die Seefahrer schon von Weitem sahen – viele der Gipfel ragen über 2000 Meter hinaus.

Das bekommst du in den Picos de Europa:

++ grüne Täler und schroffe Felsen ++ herzhafte Eintöpfe ++
++ leckeren Käse und Sidra ++ nordspanisches Dorfidyll ++
++ keine Gutwetter Garantie ++ einen Katzensprung zum Meer ++

Beste Wanderzeit:

Mai und Juni und September bis Anfang Oktober
In Nordspanien regnet es zu jeder Jahreszeit viel. Ein Ausflug zu den Picos de Europa ist nur etwas für risikofreudige Wanderer, jedenfalls was das Wetter angeht. Dafür ist die Region grün und im Mai die Hänge mit Blumen übersäht.

Ab Mai werden die Chancen auf gutes Wetter besser und die meisten Wanderwege, bis auf die Wege in den Hochebenen, sind schneefrei. Ab circa Mitte Juni sind auch diese meistens begehbar. Plant man Wanderungen in dieser Zeit sollte man sich vorher über die Konditionen der Wege erkundigen.

Mitte Juni bis Ende August ist in den Picos de Europa Hochsaison, viele Spanier machen hier Urlaub und Reservierungen in den Dörfern und auf den Berghütten sind empfehlenswert. In Covadonga, Fuente Dé, der Cares Schlucht und im Refugio Urriellu herrscht dann Hochbetrieb.

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Bad Hair Day?

Anfahrt

Die am nächsten gelegenen Flughäfen sind Santander oder Bilbao. Mit dem Zug ist nur Arriondas von Santander oder Oviedo zu erreichen. Mit dem Bus (ALSA) die Orte Las Arenas de Cabrales, Cangas de Onis und Covadonga im Norden mit Umsteigen, von Sanstander direkt sind Potes und Espinama im Süden (PALOMERA) zu erreichen. In der Nebensaison fahren die Busse allerdings unregelmäßig. Wer von den öffentlichen Verkehrsmitteln unabhängig sein möchte und flexibel auf schlechtes Wetter reagieren möchte sollte sich ein Auto mieten.

Infrastruktur

Es gibt ein gut ausgebautes und markiertes Wegnetz im Nationalpark der Picos de Europa. Zudem gibt es zahlreiche Hirtenwege die genutzt werden können, bei denen allerdings Orientierungsvermögen gefragt ist. Die Dörfer in den Tälern bieten Verpflegungsmöglichkeiten und Unterkünfte. In den Bergen gibt es einige Refugios, in denen übernachtet werden kann.

Wildes Zelten ist nur über 1600 Meter erlaubt.

Kosten

Übernachtung in Albergues in Posada de Valdeon, Bulnes und Sotres: 10-15 € im Schlafsaal.
Übernachtung im Doppelzimmer in einfacher Pension: 40-50 €
Menü mit 3 Gängen und Hauswein: ca 12 -15 €
Käseplatte: ca 12 €
Flasche Sidra: ca 3 €

Sicherheit

Kriminalität ist generell kein Problem, man sollte aber vor allem in der Hauptsaison keine Wertgegenstände im Auto liegen lassen. Das Wetter ist sehr wechselhaft, vor jeder Wanderung sollte man sich über die Wetterlage erkundigen (auch wenn oft die Antwort kommt: Man weiss es nicht, aber es ist so wie man es sieht). Im Sommer kann es zu plötzlichen Fallnebeln kommen.

20150517-picos-de-europa_L1125295Die Wanderung durch die Cares Schlucht ist eine der beliebtesten Wanderungen in den Picos

Meine Highlights

* Grüne Täler übersäht von bunten Frühlingsblumen
* Die schicken Frisuren der asturischen Kühe
* Cares Schlucht
* Sidra-Ausschenk-Maschine
* Majestätischer Pico Urriellu
* 3 Tage Sonnenschein
* Ein Stück von Jesus Kreuz im Kloster von Santo Toribio anfassen

Für das nächste Mal aufgehoben

* Blick auf die Picos von Arenas de Cabrales – ohne Wolken
* Cabrales Käsemuseum in Arenas de Cabrales
* Höhle von Buxu nahe Cangas de Onis mit prähistorischen Zeichnungen
* Übernachtung im Refugio Collado Jermoso
* Durchquerung des Zentralmassivs

20150519-picos-de-europa_L1125441Unverzichtbar: Der Rother Wanderführer und eine Flasche Sidra am Abend

Lies hier von meiner 5-tägigen Wanderung durch die Picos de Europa

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