Europa, Georgien
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Georgien:
Offroad im Vashlovani Park

Im südöstlichsten Zipfel von Georgien befindet sich die eindrucksvolle Halbwüsten-Landschaft des Vashlovani Parks, nur 2 1/1 Stunden von Tbilisi entfernt. Die surreale Landschaft, die man ohne weiteres in Afrika vermuten würde, ist gleichermaßen ein Paradies für Offroad-Fans und Naturfreunde.

Vogelschwarm im Vashlovani Park

Über 150 Vogelarten leben im Vashlovani Nationalpark

Offroad zu Mijniskure im Vashlovani Park

An unserem ersten Tag machen wir uns mit unserem Geländewagen von Avis auf den Weg nach Mijniskure am Ufer des Alasani Flusses. Gut, dass wir ein GPS-Gerät dabei haben – der Weg ist nicht immer gut ausgeschildert. Aber auch die Karten vom Navi stimmen nicht immer mit der Wirklichkeit überein …

Vashlovani Park Schild

Auf die Beschilderung ist nicht immer Verlass

Nach einer langen Fahrt durch die Ebene des Shiraki Tals ist der Usakhela Aussichtspunkt ein absolutes Highlight: Die 2 Millionen Jahre alte Erosionslandschaft von Alisilebi breitet sich vor uns aus. Ab hier windet sich in zahlreichen Kurven ein schmaler, steiler Weg bis zum Flusstal des Alazani Flusses hinunter.

Vashlovani Park

Usakhelo Aussichtspunkt

Vashlovani Park

Weg nach Mijniskure

Vashlovani Park

Der Wacholder-Pistazien Wald im Vashlovani Park ist in Georgien einzigartig

Vashlovani Park

An den Grenzgebieten zum Nationalpark werden die gemähten Felder abgebrannt – leider keine nachhaltige Anbaumethode

Vashlovani Park

Savannenlandschaft im Shiraki Tal

Praktische Tipps zu Mijniskure

Für die Route bis Mijinskure benötigt man mindestens einen Tag. Es ist möglich, in der Besucherunterkunft nahe des Pantishara Viewpoints zu übernachten.
Wenn man nicht bis zum Flussufer hinunter fährt, sondern nur bis zum Usakhelo Viewpoint, kann man die Route entweder mit der nördlichen Route über den Black Mountain (bei klarer Sicht tolle Ausblicke auf den Kaukasus) oder die südliche Route über die Eldari Tiefebene (mit Glück sieht man hier Gazellen) kombinieren.

Nur geübte Fahrer sollten bis nach Mijniskure hinunter fahren.

Panoramaroute Black Mountainim Vashlovani National Park

Nicht ganz so spektakulär wie die die Route nach Mijniskure ist der Weg über den – gar nicht so schwarzen, sondern im Herbst eher goldenen – Black Mountain. In einem großem Bogen führt dieser, teils markierte, Weg über eine Bergkette nördlich des Shiraki Tals und südlich des Alazani Tals entlang. Bei gutem Wetter mit durchweg herrlichen Aussichten auf den großen Kaukasus.

Vashlovani Park

Panorama auf dem Black Mountain

Vashlovani Park

Selbst im Herbst blüht es noch in der Halbwüste

Vashlovani Park

Überall blühen Malven – im Hintergrund die Erosionslandschaft von Alesilebi

Vashlovani Park

Endlich wieder Asphalt!

Praktische Tipps Black Mountain Route

Wer sehr früh startet, kann auf dieser Route nach dem Besuch von Mijniskure zurück nach Dedoplistskaro fahren. Allerdings sind die Ausblicke nicht mit denen des Ushakela Viewpoints zu vergleichen. Vor allem für Offroad-Freunde.

Man sollte einkalulieren, dass die Straße hinter Kwemo Kedi nicht asphaltiert, wie in manchen Karten eingezeichnet, sondern ein Schotterweg in sehr schlechtem Zustand ist.

Ausflug zu den Thatikeva Schlammvulkanen im Chahuna Managed Reserve

Durch traumhafte Landschaften führt ein insgesamt 110km langer Weg (hin und zurück) zu den Schlammvulkanen von Thatikeva. Der Weg allein ist abwechslungsreich und spektakulär – über leicht geschwungene Hügel bis zu staubtrockenen Ebenen vorbei am Dali Stausee gelangt man mitten im Nirgendwo zu den blubbernen Schlammvulkanen.

Vashlovani Park

Wieso bekomme ich Lust auf Schokofondue …

Vashlovani Park

Gemütlich blubbern die Schlammvulkane vor sich hin

Vashlovani Park

Am Randgebiet des Naturschutzgebietes wird Landwirtschaft betrieben. Bauhernhof in der Morgenstimmung

Vashlovani Park

Ein Hirte treibt seine Puter-Herde zusammen

Vashlovani Park

Unerwartete Oase in der Wüste: Der Dali Stausee

Vashlovani Park

Ambitionierte Fotografen sollten für den Weg mehr Zeit einplanen

Vashlovani Park

Selbst in der Halbwüste blüht es im Herbst noch überall

Praktische Tipps zum Vashlovani Park

Bevor es losgeht ist ein Stopp im Besucherzentrums in Dedoplistskaro obligartorisch – der Eintritt für den Nationalpark kostet 5 Lari pro Person und 10 Lari pro Fahrzeug. Übernachtungen im Park können dort ebenfalls gebucht und Fahrzeuge mit Guide organisiert werden.

Eine extra Erlaubnis, um in das Grenzgebiet zu Aserbaidschan fahren zu dürfen, muss beantragt und in dem nahe gelegenen Posten der Georgischen Grenzpolizei abgeholt werden. Dafür sollte man etwas Zeit (ca. 1h) mitbringen. Am besten meldet man sich bei Nino vom Besucherzentrum per E-Mail an.

Alle Straßen sind Schotterwege, bzw. Erdpisten. Teilweise sind die Straßen, die in der Karte (3 Lari, im Besucherzentrum erhältlich) verzeichnet sind, in schlechterem Zustand als die Erdpisten und wegen der vielen Schlaglöcher nur sehr langsam befahrbar.

Für alle Strecken braucht man auf jeden Fall einen Geländewagen.

Vashlovani Park

Straße zu den Schlammvulkanen

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Vielen Dank an Avis Georgien, die uns den Mietwagen für diese Tour zur Verfügung gestellt haben.

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