Georgien, Land top, Trekking, weltweit
Kommentare 52

Georgien: Trekking in Swanetien

Pause im Heuhaufen? Wandern mit Gletscherblick über mit Blaubeeren übersähte Herbstwiesen? Unglaubliche Gastfreundschaft?  Das und mehr macht das georgische Swanetien zu einem Paradies für Wanderer. Mestia (lies hier mehr von Mestia) ist der perfekte Ausgangspunkt für mehrtägige Wanderungen in Swanetien. Nach einem Ausflug zum Chalati Gletscher (lies hier mehr) sind wir fit für die Wanderung über Adishi und Iprali bis ins entlegene Ushguli.

Hier geht es direkt zu den praktischen Tipps >>

Von Mestia nach Adishi

Wir lassen den ersten Tag von Mestia durch die Dörfer im Tal des Mulkhura Flusses und die Übernachtung in Zhabeshi aus. Wir wollen uns von einem Jeep bis zum Ughviri Pass bringen lassen. Unser Jeepfahrer ist allerdings sehr ambitioniert und bringt uns viel weiter, bis an die zukünftige Bergstation der Skilifte, die auf dem Bergrücken zwischen Zhabeshi und Adsihi im Bau sind. Gut dass wir mit Karte und GPS ausgerüstet sind, so finden wir den Weg über die herbstlichen Wiesen nach Adishi trotzdem.

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171143Georgien ist ein christliches Land, Gipfelkreuze gibt es aber nicht viele. Ich finde ein Herz sowieso passender

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171144Vorhang auf für die Bergkulisse und den 4.858 Meter hohen Gipfel Tetnuldi

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171153Auf dem Bergrücken östlich vom Ughviri Pass sind die Bauarbeiten in vollem Gange: Im Dezember soll das neue Skigebiet in Betrieb gehen. Das könnte knapp werden, ab Ende Oktober liegen hier oft schon bis zu 2 Meter Schnee

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171151Voller Einsatz am Bagger

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171167Auf dem Weg nach Adishi. Aber wo ist der Weg?

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171166Auf den Wiesen ist im September der Herbst schon angekommen

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171193Das Heu wird auch heute noch mit archaischen Holzschlitten von den Weiden geholt

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171186Wie in Mestia gibt es auch im urigen Bergdorf Adishi viele der für Swanetien typischen Wehrtürme

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171202Time Clash: In den Heuschuppen findet sich so einiges. Neben Satellitenschüsseln zwei ausgestopfte Ziegenböcke …

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171207In Adishi bleiben im Herbst, Winter und Frühling die Alten unter sich. Es gibt keine Schule, Kinder kommen nur in den Sommerferien zu Besuch

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171213Hier bekommen sogar Stinker einen Logenplatz mit Aussicht

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171209Das Wohnzimmer unserer Gastgeber des Guesthouses Gia@Maia Avaliani ist zugleich Schlafzimmer, Küche und Esszimmer

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171222Maia ist unsere wunderbare Gastgeberin. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Gia in Adishi und ist so herzlich, dass wir uns wie ein Teil der Familie fühlen

20150917_georgien-swanetien-trekking_L1171267Guten Morgen in Adishi

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171242In Adishi laufen Hunde, Kühe und Schweine frei rum. Ob sie den Weg zurück in ihren Stall finden? Der Weg für uns Wanderer ist hier im Ort jedenfalls gut markiert, wie hier links rot-weiss am Haus

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171251Der Adishi River, der durch das Dorf Adishi fliesst, wird vom – Überraschung – Adishi Gletscher gespeist. Das Wasser ist eiskalt

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171248Natürlich gibt es in Adishi, wie überall in Georgien, auch ein kleines Kloster mit alten Fresken

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171252Wenn der alte Holzschlitten nicht reicht, kommt der alte Sowjet-Laster zum Einsatz

20150916_georgien-swanetien-trekking_L1171260Nicht alle der alten Wehrtürme sind in gutem Zustand. Im Abendlicht machen sie trotzdem eine gute Figur

20150918_georgien-swanetien-trekking_L1171418Vom Berghang am Fusse der Berge Sgimieuki und Tvimbasheri sind wir heute bis Adishi gewandert. Morgen geht es weiter nach Iprali

Von Adishi nach Iprali

Adishi ist eine andere Welt: Hier gibt es nicht viel zu tun, der kleine Ort ist abgelegen, die Strasse hierher eine Sackgasse. Wären die Wehrtürme die herum stehen nicht so verfallen, könnte man denken die Zeit sei stehen geblieben, wenn wieder einer der von Ochsen gezogenen, mit Heu beladenen Schlitten von den Weiden zurück kommt. Das Leben hier ist nicht leicht, deswegen vermieten viele der Einwohner Zimmer an Wanderer, um sich etwas dazu zu verdienen.

Nach einer Nacht verlassen wir Adishi und Gia’s@Maia’s Guesthouse (HP, 40 Lari) schon wieder. Wir wurden so herzlich aufgenommen und nicht nur mit leckerem, warmen Chatschapuri (typisches Fladenbrot mit Käsefüllung) und köstlichem Abendessen versorgt, sondern durften sogar selber Kühe melken. Und am morgen das frische Joghurt aus der selbstgemolkenen Milch zum Frühstück essen.

20150917_georgien-swanetien-trekking_L1171270Entlang des Tales geht es zur Zunge des Adishi Gletschers. Auf dem Weg treffen wir viele andere Wanderer

20150917_georgien-swanetien-trekking_L1171274Ein Reiter überholt uns. Talaufwärts muss der Adishi River überquert werden. Wer sich nicht zu Fuss traut, kann ihn mit dem Pferd überqueren. Eine Brücke gibt es nicht

20150917_georgien-swanetien-trekking_L1171280Wer den Adishi River zu Fuss überqueren will, muss früh morgens dort sein: Der Gletscherfluss schwillt im Laufe des Tages stark an

20150917_georgien-swanetien-trekking_svanetien_Panorama1Auch der 9 Kilometer lange Adishi Gletscher, der am Tetnuldi beginnt, ist am schmelzen

20150917_georgien-swanetien-trekking_L1171319Am 2.722 Meter hohen Chkhutnieri Pass warten Hunde auf ihren Anteil der Jausen der vorbeikommenden Wanderer. Er hier wird uns über einen Tag lang bis bis Ushguli folgen

20150917_georgien-swanetien-trekking_L1171343Endlich in Iprali: Das Stück zwischen Khalde und Iprali zog sich in die Länge

20150917_georgien-swanetien-trekking_L1171336Der Kaukasische Hirtenhund ist vom Wanderer allgemein gefürchtet, man hört zwar selten von Bissen, aber sollte besser einen großen Bogen um den bellenden Hund und seine Herde machen. Dieser Hund ist zum Glück ein müder, freundlicher Geselle ohne Herde

Von Iprali nach Ushguli

Am letzten Tag wandern wir 4 Stunden lang von Iprali nach Ushguli auf der Schotterstrasse. Viele andere Wanderer kürzen diese Strecke mit dem Jeep ab. Wir sind erst mittags in Ushguli und alle Pferde sind schon ohne uns auf dem Weg zum Gletscher …

20150918_georgien-swanetien-trekking_L1171365Oft sieht man am Wegrand kleine Erinnerungsaltäre für Vertstorbene

20150918_georgien-swanetien-trekking_L1171373Da machen die Bewohner ein langes Gesicht: Das auf 2.200 Meter gelegene Ushguli gilt seit Kurzem nicht mehr als das am höchsten dauerhaft bewohnte Dorf Europas. Dieser Rekord wurde ihm von einem Dorf in Tuschetien strittig gemacht

20150918_georgien-swanetien-trekking_L1171393Das entlegene Dorf Ushguli, das aus vier Ortsteilen besteht, hat trotzdem einen ganz besonderen Flair

20150918_georgien-swanetien-trekking_L1171404Seit 1996 gehören viele der Wehtürme zum UNESCO Weltkulturerbe

 

Praktische Tipps

20151022_georgien-swanetien-trekking_L1173341Route nach Usghuli über Adishi und Iprali

Wanderführer

Sehr zu empfehlen ist natürlich mein Wanderführer über Georgien*, der nach langer Recherche, vielen Wanderungen bei Sonne, Regen und Schee (und vielen, vielen Stunden am Schreibtisch) endlich fertig ist und im Juni 2018 erschienen ist. Wenn ihr ihn über den Affiliate-Link kauft, unterstütz ihr mich als Autorin.

Infos & Karten

Infos und Kartenmaterial gibt es in der Touristeninformation in Mestia. Die Wege sind meist markiert und ab Adishi kaum zu verfehlen. Karten (z.B. von Geoland) und GPS (z.B. OSMAND oder LocusMaps) sollte man aber dabei haben, insbesonderer wer den ersten Tag streicht und später einsteigt.

Unterkünfte

In Mestia gibt es zahlreiche Unterkünfte. Auch in den Orten Zhabeshi, Adishi, Iprali und Ushguli gibt es mehrere einfache Guesthouses oder private Unterkünfte. In Khalde gibt es nur ein Guesthouse.

4-Tages-Tour

Die Mehrtagstour kann in Mestia begonnen werden mit insgesamt 3 Übernachtungen in Zhabeshi, Adishi und Iprali und Rückfahrt mit dem Jeep (2h, zirka 100 Lari) oder der Mashrutka (nur morgens) zurück nach Mestia.

3-Tages-Tour

Die Strecke kann mit dem Jeep abgekürzt werden: Man kann den ersten Tag streichen und sich mit dem Jeep (1h, 100 Lari) bis zum Bergrücken des Ughviri Passes bringen lassen und von dort starten. Es ist auch möglich, von Khalde oder Iprali einen Jeep nach Ushguli zu nehmen und so die letzte Etappe enfallen zu lassen. Denn diese Etappe wird auf der Schotterstrasse gelaufen und ist nicht so reizvoll wie die vorherigen Etappen.

Shkhara Gletscher

Von Ushguli kann man zu Fuß (3h ein Weg) oder auf Pferderücken (1,5h ein Weg, zirka 40 Lari) die Zunge des Schchara Gletschers erreichen. Entlang des baumlosen Tals läuft man bei dieser langen, aber einfachen Wanderung bis auf 2.500 Meter hoch, falls man zu spät ankommt und alle Pferde bereits vermietet sind. Nur am Anfang Mobilfunknetz.

Karte Swanetien

Lies hier mehr aus Georgien:

Lies hier , warum es sich lohnt, nach Georgien zu fahren >
Alle wollen nach Mestia >
Bier oder Bär? Ausflug zum Chalati Geltscher >

*Dies ist ein Affiliate-Link, für dich wird das Buch nicht teuerer, aber ich erhalte eine kleine Provision. Wenn du über den Link mein neues Buch kaufst, unterstützt du mich als Autorin, denn die Provision ist höher als das Autorenhonorar.

52 Kommentare

  1. Hey Nina,
    wirklich sehr inspirierender Blog, den du da schreibst! Ich bin auf der Recherche für unseren Georgien-Urlaub im Sommer drauf gestoßen. Da ich bisher in keinem Reiseführer (verlässliche) Infos dazu gefunden habe und du ja erst im vergangenen Herbst dort warst, wollte ich dich kurz 2 Sachen zu den Wanderungen in Georgien fragen. Als Background vllt. kurz: meine Freundin und ich sind wandererfahren, machen häufiger Mehr-Tages-Touren in den (gut beschilderten) Alpen und z.B. letztes Jahr kanadischen Rockies, sind uns aber nicht ganz sicher, wie das in Georgien so ist: 1. ist es sinnvoll, für schilderverwöhnte Wanderer wie uns, dort ohne Guide zu wandern (was wir eigtl lieber machen)? 2. falls ja, würdest du uns dazu dringend ein GPS Gerät empfehlen oder bekommt man das auch so ganz gut hin? Für kurze, völlig subjektive ja/nein Antworten wären wir dir sehr dankbar!
    Leo

    • Nina K sagt

      Hallo Leo,

      Danke erstmal 🙂 Freut mich sehr, dass ihr auch zum Wandern nach Georgien wollt, ein tolles Land!
      Zu deinen Fragen:

      Im Großen Kaukasus, also in Swanetien, Chewsuretien und Tushetien gibt es kaum Schilder. Sporadisch taucht mal eins auf, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Auf der Strecke von Mestia nach Ushguli sind recht viele Leute unterwegs, die meisten ohne Guide. Bis auf wenigen Ausnahmen ist gut zu erkennen, wo der Wanderweg lang geht. Kommen aber die Hirtenwege dazu, kann man sich an einigen Stellen auch ganz gut verlaufen. Als ich dort war, hatte ich immer Sonnenschein, bei Regen oder Nebel sieht aber alles gleich ganz anders aus. Meine Gruppe hatte nie Probleme den Weg zu finden, aber ich habe einen Amerikaner getroffen der sich sogar bei gutem Wetter ziemlich verirrt hatte – ein Risiko das man nicht eingehen sollte.

      Wer jedes Risiko ausschliessen will, sollte mit Guide gehen. Bergerfahrungen, gutes Kartenmaterial, GPS und dem Schwatz mit den Locals (Russisch ist hier nützlich) über die Wegbeschaffenheit vorausgesetzt, geht es auch ohne. Ein GPS Gerät sollte man aber auf jeden Fall dabei haben. Der Kaukasus ist noch wilder und unerschlossener als die Alpen, da sollte man sich besser nicht verlaufen!

    • Bernhard Richter sagt

      Hallo Leo,
      auch wir waren im September 2015 u.a. auf Tour zwischen Mestia und Ushguli. Auch wenn es nicht all zu schwierig ist den Weg zu finden, ist aus meiner Sicht ein absoluter Vorteil wenn man mit einem Guide unterwegs ist, dass man viel mehr über Land, Leute, Sitten und Gebräuche erfährt. Daher mein Tipp mit Führer. Als wunderbare, sympathische und vielsprachige Führerin kann ich euch wärmstens Iamse Barliani empfehlen. Sie stammt aus Mestia, wohnt aber in Kuatisi. Kontakt:
      Iamse barliani, iamsebarliani@yahoo.com, Tel. 00995 557 70 80 20
      Viele Grüße und viel Spaß in einem wirklich fantastischen Land
      Bernhard

        • Sventja sagt

          Bei meiner Anfrage für genau diese Reiseführerin sprechen wir bei 5 Tagen inkl. Übernachtungen/Transport/Vollverpflegung/Pferde etc. von 450 Euro (ohne weitere Gruppe – wird vllt. günstiger, falls sich noch Interessierte finden).

          Falls Du zufällig Anfang Oktober eine Tour machen willst: Melde Dich 😉

          • Claudia Schippmann sagt

            Hallo Sventja,

            sind das 450 € pro Person für 5 Tage oder für mehrere Personen?

            LG Claudia

    • Nina K sagt

      Anfang Oktober geht normalerweise noch, aber da kann es natürlich dann schon mal zu Schneefällen kommen. Letztes Jahr hatte ich da aber Glück!

  2. Pingback: Georgien - Dreitägige Wandertour in Swanetien

  3. Pingback: Georgien: Trekking in Tuschetien -

  4. Diane sagt

    Hallo,
    ich haette da auch mal eine Frage, da es diesen Sommer erstmals nach Georgien gehen soll.
    Wir wuerden gerne eine Zelt mitnehmen – sind das „wilde Zelten“ von unzaehligen Wanderungen in Skandinavien gewoehnt und konnten nirgendwo lesen, dass dies in Georgien untersagt waere.
    Kannst Du dazu vielleicht einen Kommentar abgeben – ist das ueblich bzw selbst wenn nicht, wuerdest Du davon abraten?
    Viele Gruesse, Diane

    • Nina K sagt

      Hi Diane,
      ich weiss nicht, ob es offiziell erlaubt ist – aber ich habe schon viele Wanderer wild Zelten sehen, im Großen Kaukasus ist das kein Problem. In Omalo in Tuschetien darf man sogar zwischen den alten Wehrtürmen sein Zelt aufstellen. Bei einigen der Mehrtagestreks gibt es offizielle Zeltplätze, die in der Karte eingetragen sind. Wo genau wollt ihr denn wandern gehen? Im Borjomi Nationalpark darf man z.B. nich wild Zelten, dort muss man in der Nähe der Hütten bleben.

  5. Boris sagt

    Hallo,

    gibt es eine Möglichkeit diese Tour auszuweiten? Gibt es weitere Dörfer in denen man nächtigen könnte und so eine 5- oder 6 tägige Tour draus machen, die vielleicht auch etwas weniger begangen wäre? Finde dazu leider keinerlei Informationen im Netz.

    Grüße

    • Nina K sagt

      Hi Boris,

      man kann schon in Etseri/Becho starten und dann über Mazeri gehen, da gibt es (schlecht) markierte Wege. Das sind zwei Tage mehr und von Mazeri lässt sich noch ein toller Tagesausflug zur Gletscherzunge vom Ushba machen. Wenn du fit bist gibt es noch eine lange anstrengende Etappe von Ushguli nach Süden Richtung Lentekhi, der theoretisch auch markiert ist (in der Touri Info in Mestia fragen). Der Teil von Mestia nach Ushguli ist aber trotzdem stark begangen, im Juni und September als ich da war, war es aber immer ok – so schlimm in den Alpen ist es bisher noch nicht 🙂 Wann fährst du nach Geoegien?

      • Boris sagt

        Hallo Nina,

        Vielen Dank für die schnelle Antwort! Wir fliegen bereits morgen. Hat sich alles etwas kurzfristig ergeben. Auf die Option mit Lentheki bin ich mittlerweile auch gestoßen und wir ziehen es sehr in Erwägung. Scheinbar gibt es eine einfachere/kürzere Variante, die nach chvelpi führt und eine schwierigere/längere Variante, die nach Mami führt. Zwischen diesen Orten und Lentheki scheinen marshrutkas zu verkehren. Wir überlegen sogar in Lentheki zu starten, weil wir nicht sicher sind ob wir es noch am selben Tag von Kutaisi (Ankunft 15h) nach Mestia schaffen werden. Allerdings würden eigentlich auch gerne 1-2 Tage zur Akklimatisiert an die Höhe haben. Was würde sich da denn anbieten? Irgendwelche Tageswanderungen in der Nähe von Mestia?
        Falls du noch eine Karte der Region zu Hause hast, könntest du mir ja vielleicht Fotos zur besseren Planung per Mail zukommen lassen. V.a. die Strecke Becho-Mazeri-Ushgulli und Ushgulli – chvelpi/Mami würden mich interessieren.

        Noch eine weitere Frage, die hier thematisch nicht ganz reinpasst: seid ihr auch in Tushetien gewandert? Wir planen hier eine mehrtägige Runde ausgehend und endend in Omalo. Das einzige was mir Sorge macht sind Berichte über die aggressiven Schäferhunde. Wie waren eure Erfahrungen diesbezüglich?

        Viele Grüße

  6. Ein fantastischer Blog und die Vorfreude wächst, Anfang September möchten auch wir nach Georgien. Die von dir begangene Route gefällt mir sehr, auch ich habe einige Fragen.
    – Sollten man für die Unterkünfte in den Dörfern Schlafsäcke mitnehmen, wenn ja, wie kalt wird es in der Nacht.
    – Wir haben ziemlich viel Kamera- und Videoausrüstung, daher hatten wir bisher auf den Trekkingtouren einen Träger (z.B. in Nepal und Ladakh) für die Rucksäcke mit Klamotten. Weisst du, ob man einen Träger ab Mestia nehmen kann.
    Würde mich über Tipps freuen, viele Grüße
    Kerstin

    • Nina K sagt

      Hallo Kerstin,

      normalerweise braucht man keinen Schlafsack, in den Unterkünften gibt es Bettzeug. Ich packe trotzdem zusätzlich einen leichten ein, in Frühjahr und Herbst fallen die Temperaturen nachts unter 0 Grad, da kann es auch in den Zimmern etwas frischer werden.
      Wegen Trägern fragt am besten in der Touristeninformation in Mestia an, die vermitteln Guides und sicher auch Träger und können euch bestimmt weiterhelfen.

      Viel Spaß und schreibt doch mal, wie es war wenn ihr zurück seid!

      • Hallo Nina, danke für deine Antwort… so machen wir es. Wir freuen uns schon riesig, deine Fotos tragen auch dazu bei 🙂 Ich berichte hinterher, wie es uns ergangen ist. Gerade habe ich gesehen, dass du auch schon in Südafrika warst, da geht es für uns auch im März/April hin 🙂
        LG, Kerstin

  7. Pingback: Bett mit Berg: Übernachten in Kasbegi -

  8. Pingback: Georgien – unsere Highlights | Finding Hummingbirds

  9. Josi Ursula sagt

    Hallo Nina wir sind soeben nach zwei Wochen wandern in Georgien wieder zurück. Wir haben u.a. deine vorgeschlagene Tour nach Ushguli gemacht. Mit Wikiloc und GPS auf dem Smartphone kein Problem. Da uns das Foto vom Zimmer und deine Referenz von Maia in Adishi so gefallen hat, haben wir in Maias Guesthouse übernachtet. Leider waren wir nicht so begeistert davon wie du. Ich glaube, in der Zwischenzeit ist in dieser Familie ziemlich viel passiert. Maia nahm kaum Notiz von uns und wenn, dann nur grimmig. Sie versteckte sich hinter ihrem Mobiltelefon mit welchem sie auch die halbe Nacht lautstark neben unserem Zimmer telefonierte. In dem Wohnraum wohnt nebst der Grossmutter mittlerweile noch ein Bruder mit seiner Frau und seinen drei Kindern, welche auch die Gastgeberin war. Leider war auch das Essen mit Abstand das Schlechteste das wir während der ganzen Reise gegessen haben. Ich empfehle also unbedingt ein anderes Guesthouse in Adhisi. Die Tour haben wir trotzdem genossen, wunderschöne Gegend in der Herbstsonne!
    Mit liebem Gruss Ursula

  10. Marco sagt

    Hallo Nina,

    ich hätte folgende Frage.
    Mit einem Freund geht es dieses Jahr Ende August für 2 Wochen nach Georgien. (Flug ist bereits gebucht)
    Wir sind zu Fuß unterwegs und haben auch für 12 Tage Proviant mit (Kocher, Schlafsäcke, Zelt)
    Jetzt bin ich auf der Suche nach der besten Gegend. Am liebsten so einsam und weglos wie möglich.
    Mit Karte und GPS kann ich gut umgehen, Satellitentelefon für Notfall ist auch im Gepäck. Habe solche Touren schon öfters gemacht (z.B. Lappland und Karpaten).
    Wir haben auch Steigeisen und Seil für eventuelle Gletscherüberquerungen dabei und sind entsprechend ausgebildet.
    Hast du einen guten Tip, welches Gebiet sich lohnt?
    Und was ungefähr unseren Vorstellungen entspricht?

    Für ein paar Infos wäre ich sehr dankbar.

    Mit freundlichem Gruß,

    Marco

    • Nina K sagt

      Hallo Marco,

      für diese Länge kommt der Trek von Omalo über Shatili bis nach Sno in Frage. Die Route ist größtenteils markiert und führt zum Teil durch unbewohnte Gegenden (hinter Parsma und vor Mutso auf der Strecke Omalo-Shatli und zwischen Roshka und Juta auf der Strecke von Shatli nach Sno).
      Route wäre Omalo – Dartlo – Parsma – Atsuna Pass – Mutso – Shatli – Isirtghele Pass – Juta – Sno
      Da würdet ihr ca. 12 Tage untewegs sein.

      Man kann über das Pankisi Tal von der kachetischen Ebene nach Tuschetien aufsteigen. Man läuft dann von Iarboseli über Verkhovani bis Parsma und von dort über den Atsuna Pass.
      Wenn ihr die Steigeisen benutzen wollt, könntet ihr von Sno nach Stepanzminda weiter laufen, von dort auf den Kasbeg (3033m). Routen mit Gletscherüberquerungen kenne ich leider nicht.

      Kürzer ist die Strecke zu den Tobavarchkhili Lakes (auch Silver Lakes) in Unter Swanetien. Dort gibt es keine Siedlungen, Trek dauert ca. 5 Tage.

      In Frage kommt auch, erst etwas in Swanetien zu trekken (z.B. von Mazeri nach Usghuli) und dann von Ushguli nach Lentekhi in Unter Swanetien. Laut den Karten von Geoland gibt es auch Wege um weiter nach Ambrolauri in Racha zu wandern. Man würde dann bei Oni/Ghebi rauskommen.

      Racha und Chewsuretien (Shatli) sind die unberührtesten Wanderregionen.
      Am besten ihr besorgt euch Kartenmaterial (von Geoland, openStreetMaps) und schaut, welche Wege es dort gibt. Ich würde nicht empfehlen, irgendwo zu gehen, wo es keine eingezeichneten Wege gibt.
      Und natürlich nur mit der entsprechenden Ausrüstung, die du beschrieben hast.

      Viel Spaß und viele Grüße
      Nina

  11. Ellika sagt

    Hallo, auch wir wollen Anfang September nach Swanetien und ich habe diese Tour von Becho, Mestia, Jabeschi, Adischi ….bis nach Lentechi auserkoren.
    Es gibt offensichtlich 2 Varianten, also auch von Lentechi nach Betcho umgekehrt.
    Welche Tour , also wie rum ist empfehlenswerter?
    Und danach wollten wir noch ans Schwarze Meer für ein paar Tage.
    Habt ihr dafür Tips?
    Was lohnt? Was kleines Muckeliges?

    • Nina K sagt

      Hallo Ellika,

      du solltest die Tour besser Richtung Becho – Mestia – Ushguli – Lentekhi laufen. Es könnte sonst Probleme beim Überqueren des Gletscherflusses geben und auch für die Strecke Ushguli – Lentekhi ist das – so weit ich das einschätzen kann – günstiger (bin das Stück noch nicht gelaufen, aber ich denke anders rum ist das sehr steil, sowieso müsst ihr für die Etappe ein Zelt und Proviant einpacken)
      Welche Route lauft ihr denn von Ushguli nach Lentekhi?

      Bei der Tour Becho – Ushguli kann man variieren: Entweder über Zabeshi, sehr schön aber viel los. Oder über Tsvirmi, auch sehr schön, weniger los aber mehr Schotterstraße. Man kann da eigentlich nichts falsch machen.

      Zum Schwarzen Meer habe ich leider keine Tipps, nur nach Anaklia besser nicht …
      Ich war in einem Vorort nörlich von Batumi nahe des Botanischen Garten, da konnte man dann auch noch was anschauen.
      Das Schwarze Meer ist nicht mit dem Mittelmehr verlgleichbar, das sollte einem bewusst sein.

      Viel Spaß und berichte mal, wie es war!

  12. Judith sagt

    Hallo Nina, und auch die anderen bereits erfahrenen Georgia-Fans, mein Freund und ich wollen ebenfalls diesen Sommer nach Georgien und vor allem ein bischen in Svanetien und Tuchetien/ Khevsuretien wandern. Gern würden wir auch einen mehrtages Treck machen, in Hütten übernachten oder einfachen Guesthouses ist für uns kein Problem da wir ebenfalls leidenschaftliche Alpinwanderer sindd.
    Dass man in Georgien lieber einen guide dabei haben sollte habe ich nun schon oft gelesen. Da wir nur 2 Wochen Reisezeit (Mitte Juni) zur Verfügung haben, möchte ich nicht jeden Tag schon komplett verplant und eingetaktet haben, also würde ich lieber vor Ort einen guide organisieren. Gleiches gilt für die Übernachtungen. Empfiehlt es sich immer schon alles vorgbucht zu haben oder bekommen wir das auch so vor Ort hin ohne zu viel „Leere Wartezeit“ zu haben? Danke schon mal sehr für Deine Antwort

    • Nina K sagt

      Hallo Judith,

      bei georgiano.de könnt ihr schon vor der Reise einen Guide anschreiben, oder das Tourist Information Center in Mestia fragen. Das solltet ihr besser vorab organsieren, wenn ihr wisst, dass ihr einen Guide haben möchtet. Den könnt ihr sicher auch mit der Buchung der Unterkünfte beauftragen, im Juni sollte das aber kein Problem sein, da ist noch Nebensaison.
      Wenn ihr von Tuschetien nach Chewsuretien lauft, braucht ihr aber sowieso ein Zelt.

      Viel Spaß!

  13. Pingback: Alpenpanorma in Swanetien: Wanderung zu den Koruldi Lakes

  14. Hallo,

    tolle Fotos und ein super Bericht! Habe auch eine kurze Frage: Ich würde gerne ein paar Tage während meines Georgientrips im Kaukasus wandern gehen, bin jedoch alleine und nicht wirklich wandererfahren. Auf einen Guide möchte ich nach Möglichkeit verzichten. Ist diese Route zu empfehlen, oder gibt’s es vielleicht einfachere bzw. sicherere Alternativen zum Trekking in Georgien?

    Viele Grüße

    Max

    • Nina K sagt

      Hi Max,

      ich würde generell niemanden empfehlen, alleine Wandern zu gehen (insbesonderer, wenn man keine Wandererfahrung hat). Die Sicherheitslage lässt es an sich zu, wenn man sich verletzt oder von schlechtem Wetter überrascht wird, ist das aber doch sehr ungünstig.
      Auf der Route von Mestia und Ushguli ist in der Saison einiges los, es sollte nicht so schwer sein in einem der Gästehäuser Wanderer mit dem gleichen Ziel zu finden.
      Schön sind auch die Routen durch den Borjomi-Kharagauli-Nationalpark.

      Viel Spaß!

  15. Pingback: Reisen in Georgien: 9 Dinge, die du vor der Reise wissen solltest

  16. Bernd Pflüger sagt

    Hallo,
    wir warten auf Ihren Reiseführer bei Rother. Vorab wüssten wir gerne ob die Wanderung von Mestia nach Ushguli in der ersten Oktoberhälfte noch zu empfehlen ist und ob die Weiterfahrt mit Jeep nach Lentekhi noch machbar sein dürfte.
    Freundliche Grüße aus Freiburg
    Bernd

    • Nina K sagt

      Hallo Bernd,
      es kann noch sehr schön sein im Oktober, ich hatte auber auch schon mal einen Wettersturz und danach Temeraturen unter 3 Grad in Mestia – mit Schnee auf den Bergen und Wanderwegen. Es ist also etwas Risiko dabei, genauso bei der Passstraße von Ushguli nach Lentekhi. Die kann bis Mitte-Ende Oktober befahrsein, kann aber auch wegen Schnee oder Regens unbefahrbar sein.
      Ihr solltet den Wetterbericht genau ansehen, ich wünsch euch auf jeden Falls Sonne, viel Spaß!

  17. Dominik Specker sagt

    Hallo Nina,

    toller, informativer Blog!!

    Auch wenn das ein oder andere schon den vorangegangen Posts zu entnehmen ist, würden wir gerne noch einige konkrete Fragen stellen.

    Wir sind Anfang September für 2 Wochen in Georgien und würden u.a. gerne die Tour von Mestia nach Ushguli machen. Ob auf eigene Faust oder mit Guide wissen wir noch nicht genau.
    Uns würde vor allem interessieren ob es sinnvoller ist wenn man die Tour auf eigene Faust macht die Unterkünfte auf der Strecke im Voraus zu buchen ( über das TIZ Mestia nehmen wir an?) oder ob es zu dieser Zeit auch möglich ist bei Ankunft in den Ortschaften einigermaßen einfach ein Quartier zu bekommen? Ebenso die Fahrten mit dem Jeep?

    Wir kommen in Kutaisi an und möchten entweder von dort direkt nach Mestia weiter oder zuerst nach Tiflis und dann auf dem Rückweg nach Mestia. Was bietet sich hier am Besten an, der Mashrutka? Oder kannst du andere Verkehrsmittel empfehlen?

    Vielen Dank im Voraus und Viele Grüße

    Dominik und Nicole

    • Nina K sagt

      Lieber Dominik,

      ich war 2015 und 2016 zu genau dieser Zeit auf dem Trek unterwegs und hatte dabei nie Probleme, eine Unterkunft zu finden. Auch wenn der Trek beliebter geworden ist, denke ich nicht, dass es Anfang September Probleme gehen sollte. Aber wenn du sicher gehen willst lässt du dir im TIC Adressen geben und rufst vorher in den Gästehäusern an.
      Von Ushguli zurück nach Mestia zu kommen wird kein Problem sein, zu dieser Jahreszeit fahren auch täglich Marschrutki.

      Ich würde euch empfehlen erst nach Tbilissi zu fahren und von dort zu fliegen (www.vanillasky.ge). Dann könnt ihr von Mestia nach Kutaissi zurück fliegen – falls schlechtes Wetter ist, schafft man es aber trotzdem in ca. 6 Stunden nach Kutaissi (Flüge fallen oft aus, deshalb Puffer einplanen).
      Von Kutaissi gibt es aber auch einen Transport vom Flughafen direkt nach Mestia. Das ist evenuell auch interssant.
      Die Fahrt Tbilssi-Mestia mit der Marshrutka hasse ich – sie dauert 8-9 Stunden.

      Viel Spaß!

      • Manfred sagt

        Mich wundert etwas, dass hier immer die Marshrutka als einziges Transportmittel angepriesen wird. Es gibt gute Zugverbindungen von Tbilisi nach Zugdidi bzw. nach Senaki. Damit kann man sich den Höllenritt mit der Marshrutka ersparen. Ein Ticket für diese Strecke kostet ca. 10 Euro.

  18. Simon sagt

    Hallo,
    ich reise mit einem Freund Anfang Mai für 2 Wochen nach Georgien – da ich nirgendwo im WWW eine sinnvolle Info finden konnte versuche ich es hier: ist die Wanderung im Mai machbar/sicher oder müssen wir mit Schneelage rechnen? Haben die Unterkunft zu dieser Jahreszeit auf? Vielen lieben Dank im voraus

    • Nina K sagt

      Hallo Simon,

      die Etappen von Mestia nach Zabeshi wird kein Problem sein, vielleicht ist es sogar schon bis Adishi möglich. Aber auf dem Pass zwischen Adishi und Iprali wird auf jeden Fall Schnee liegen. Die letzte Etappe von Iprali bis Ushugli sollte auch wieder gehen.
      Wahrscheinlich haben Anfang Mai auch die meisten „professionellen“ Unterkünfte noch geschlossen, je nachdem wie flexibel man ist, wird man aber bestimmt trotzdem einen Schlafplatz finden. Da wäre es aber auch besser, vorher mal anzurufen (Nummern hat TIC in Mestia).
      Für Anfang Mai würde ich als Mehrtagestour eher Wanderungen im Borjomi-Kharagauli-Park empfehlen.
      Ein schöner Tagesausflug von Mestia zum Kreuz von Mestia sollte aber auch gehen.

      Viel Spaß!

  19. Michi sagt

    Hallo Nina,
    super Tourenbericht! Ich werde mit meiner Freundin demnächst (Ende Mai) auch dort unterwegs sein und hätte auch ein paar Fragen an dich:
    – Du schreibst, dass der Adishi River im Laufe des Tages aufgrund Schmelzwasser stark anschwillt. Wie leicht kommt man für die Überquerung vor Ort an Pferde?
    – Du verweist auf die Touristeninfo in Mestia, hast du zufälligerweise Kartenmaterial und GPS Daten zum versenden an mich?

    Ich hoffe das Ende Mai die Strecke schneetechnisch passiebar ist, ansonsten ist meine Vorfreude schon sehr groß 🙂

    • Nina K sagt

      Hi Michi, in der Hochsaison sind normalerweise immer Pferde am Fluss, wenn ihr sicher gehen möchtet solltet ihr aber schon eines in Adishi mieten. Denn wenn keins da ist, müsstet ihr zurück nach Adishi und dort eins organsieren (ca. 1,5–2 Std.).
      Infos zu Karten findest du in den Praktischen Tipps.
      Viel Spaß!

  20. Eike sagt

    Hallo Nina,

    wir, meine Freundin und ich, planen Ende August einen Wanderurlaub in Georgien. Aktuell können wir uns die von dir beschrittene Route von Mestia nach Usghuli sehr gut vorstellen, haben jedoch ein, zwei Fragen allgemeiner Natur. Wir sind, was Mehrtageswanderungen angeht, blutige Anfänger, wollen uns aber nicht zwangsläufig einen Guide buchen sondern gerne das Land und die Leute genießen und wenn die Route nicht drei, sondern fünf oder sechs Tage dauert ist das für uns vollkommen okay. Wir sind einigermaßen fit, bereit an unsere Grenzen zu gehen und hochmotiviert, lediglich unerfahren was das „wandern“ angeht.
    Kann man die Route als Anfänger dennoch beschreiten oder würdest du davon abraten?

    Nach diversen Reiseführern und Auskünften des Auswärtigen Amtes gibt es Schwierigkeiten bei der Einfuhr gewisser Medikamente. Hast du da Erfahrungen, was die gängige Reiseapotheke betrifft?

    Weiterhin werden Impfungen gegen Hep.B, Tollwut und FSME (Zecken) als Reiseimpfung empfohlen/erwähnt. Mir ist klar, dass du da keine allgemeingültige Empfehlung geben kannst, jeder ist für seine Gesundheit selber verantwortlich, aber hast du da ebenfalls Erfahrungsberichte was die unbedingte Notwendigkeit angeht? Vorsorge ist vermutlich besser als Nachsorge, vor allem wenn man sich in einem Land aufhält, indem die gewohnten medizinischen Standards nicht gang und gäbe sind… aber vielleicht kommt hier auch nur der Hypochonder in mir durch…

    Und zu guter Letzt stellt sich noch die Frage der Trinkwasserversorgung. Aus o.g. Quellen geht hervor, dass man Leitungswasser meiden soll. Wie hast du das denn vor Ort in den Unterkünften erlebt und gehandhabt? Ist das Brunnenwasser oder Fluss-/Quellwasser genießbar? Sind Reinigungstabletten oder Wasserfilter zwingend erforderlich?

    Vielen lieben Dank im Voraus!

    Beste Grüße
    Eike

    • Nina K sagt

      Hi Eike,

      ich kann blutigen Anfängern nicht empfehlen, direkt mit einem Mehrtagestripp zu starten – bevor ihr die Mehrtagstour unternehmt solltet ihr ein paar Tageswanderungen machen um euch einzulaufen und zu sehen, wie es läuft.
      Die Tour in mehr als 4 Tagen zu wandern wird schwer – denn ab Zabeshi gibt es keine Dörfer mehr zwischen den Orten, in denen man übernachtet. Ihr könntet nachtürlich Pausentage einlegen und kleine Wanderungen von den Übernachtungsorten aus unternehmen. Praktisch ist, dass alle Orte Straßenanbindung haben und man gegebenfalls auch früher aufhören kann.
      Wegen der Impfungen: Das die Zeckenimpfung empfohlen wird, habe ich noch nie gehört, die anderen sollte man auf jeden Fall haben.
      Ich habe das Wasser aus Leitung und in den Dörfern immer getrunken – oft auch ohne Tabletten. Das kann halt auch mal in die Hose gehen. Nimm besser Tabletten oder Tropfen mit zum Desinfizieren, dann ist man auf der sicheren Seite.
      Viel Spaß!

  21. Angelika sagt

    Hallo an alle Interessierten, wir sind zu zweit (2 Frauen) ab 17.6. für 2 Wochen in Georgien und haben ab dem 20. diese Tour geplant von Mestia nach Ushguli. Danke an Nina für die tollen Tipps und Beschreibungen! Wir haben auch schon die oben empfohlene Bergführerin gebucht und suchen noch 1-2 nette Mitstreiter um die Kosten zu reduzieren. Wäre toll, wenn noch jemand zu uns stoßen würde.

  22. Andreas sagt

    Hallo Nina,

    Anfang Juni fahren ich und meine Freundin nach Georgien, u.a. auch in die Region Swanetien. Dein Blog war bei unserer Vorbereitung äußerst hilfreich. So konnten wir mithilfe deiner Erfahrungsberichte unsere Touren viel besser planen und einschätzen, was wir an Sachen noch benötigen und organisieren müssen. Außerdem hast Du rasch und hilfsbereit auf meine Mail mit ein paar kurzen Fragen geantwortet. Vielen Dank dafür. Nach unserer Reise kommentiere ich hier gerne noch einmal. Deinem Georgien-Wanderführer indes, der bald erscheinen wird, wünsche ich viel Erfolg.
    Viele Grüße
    Andreas&Magdalena

  23. Pingback: Swanetien: Was die georgische Bergwelt so attraktiv macht

  24. Michael Fechter sagt

    Hallo Nina,

    vielen Dank für den tollen Bericht.
    Ich verfüge über mehrjährige Wandererfahrung – lange Touren mit viel Gepäck, hauptsächlich in der Ukraine, aber würde für eine spontane Reise Gegen Ende Juni vielleicht trotzdem einen Bergführer bevorzugen.
    Da ich recht spontan aufbreche: Hältst du es für realistisch, sich einfach vor Ort mit einigen anderen Wanderern zusammenzuschließen? Könntest du mir vielleicht noch eine grobe Dimension der Kosten für einen Guide pro Tag geben?

    Viele Grüße und noch viele tolle Reisen,

    Michael

    • Nina K sagt

      Hi Michael,

      ich denke, dass sollte kein Problem sein vor Ort andere Wanderer zu treffen. Bei meiner ersten Reise nach Georgien habe ich sogar schon in Tbilissi Leute gefunden, mit denen ich mich zum Wandern in Mestia verabredet habe. Bei den Kosten für einen Guide muss ich schätzen, ich denke sowas um die 100 Lari …
      Am besten direkt anfragen: https://www.georgiano.de/kaukasus/Kaukasus_Bergf%C3%BChrer.html
      Viel Spaß!

  25. Lea sagt

    Hi Nina,
    Vielen lieben Dank für deine tollen Reiseberichte. Mein Freund und ich wollen im September für 15 Tage nach Georgien. Die Kazbegi Gegend wird auf jeden Fall Pflicht, außerdem würde wir gerne noch eine mehrtätige Wanderung machen, dafür würde Swanetien oder Tuschetien in Frage kommen (alles drei passt wahrscheinlich nicht in unseren engen Zeitplan). Welche Region würdest du empfehlen? Wir werden wahrscheinlich ein Zelt dabeihaben und fänden es schön auch eine sportliche Herausforderung zu haben als auch die Kultur näher kennenzulernen. Vielen lieben Dank für deine Antwort!

    Viele Grüße
    Lea

    • Nina K sagt

      Hi Lea,

      sowohl in Swanetien als auch Tuschetien kann man auch in Dörfern/Häusern übernachten, wenn ihr so richtig Abenteuer mit Zelten wollt, könnten ihr von Kazbegi über Juta nach Khevsuretien/Shatli wandern oder von Shatili bis nach Tuschetien. Welche der Gegend schöner ist, ist Geschmackssacke – schaut euch am besten mal Fotos an, schön ist es eigentlich überall.
      An der Stelle kann ich auch noch meinen frisch erschienenen Wanderführer über Georgien* empfehlen!
      Viel Spaß!

  26. Lisa sagt

    Hallo Nina,

    ich bin so begeistert von deinem Reiseblog!

    Mein Mann und ich werden in 3 Wochen auch nach Georgien aufbrechen und haben dann knapp 3 Wochen Zeit.

    Unser Plan ist es einen SUV zu mieten und quer durchs Land zu fahren, zu stoppen wo es uns gefällt, natürlich mit einem groben Plan von dem was wir sehen wollen.

    Ich habe in einem Abschnitt gelesen, dass du / ihr auch einen Mietwagen hattet. Kannst du mir hierbei irgendwelche Tipps geben, was hierbei zu beachten ist, wo ihr gebucht habt und mit welchem Auto ihr gefahren seid?

    Und als 2. die Frage: Wenn du ganz spontan zu einer 3-4 Tages-Wandertour raten würdest, welches wäre das? Wir würden unser Auto gern irgendwo parken und dann eine Rundtour starten. Wir sind geübte Wanderer und haben letztes Jahr auch die Insel La Réunion über wandert [–> unbedingt zu empfehlen (-: ].

    Und noch Frage 3: Wir würden gern ein Zelt einpacken und immer wieder im Zelt vor unserem Mietwagen schlafen? Ist das empfehlenswert oder würdest du uns eher dazu raten in Gästehäusern / bei privat Leuten zu übernachten.

    Lieben Dank schon vorab und nochmal WOW was ein gelungener Blog!

    Lisa

    • Nina K sagt

      Liebe Lisa,

      wir waren mit einem Mietwagen von Avis unterwegs und das hat super geklappt und wir waren sehr zufrieden. Das Auto haben wir am Liberty Square im Stadtzentrum abgeholt, das war etwas wuselig dann gleich im georgischen Verkehr, aber ich glaube die haben auch ein Büro im Flughafen.

      Durch Land fahren und überall zu stoppen ist ein super Plan, wild zelten ist nicht verboten. In den Bergen, insbesondere entlang der Mehrtagestreks, gibt es viele schöne Plätze. Falls Häuser in der Nähe sind, sollte man fragen, ob dort sein Zelt aufschlagen darf, die Leute sind eigentlich immer sehr nett. In besiedelten Gebieten würde ich nicht zelten (aber das würde ich auch nicht in Europa machen) sondern lieber Gästhäusern übernachten.

      Im Borjomi-Kharagauli-Nationalpark gibt es eine schöne 3–4 Tageswanderung und in Swanetien. Ich habe auch gerade einen Wanderführer über Georgien* veröffentlicht, in dem die schönsten Wanderungen beschrieben werden.

      Viel Spaß, freut mich dass dir mein Blog gefällt!

      *Dies ist ein Affiliate-Link, für dich wird das Buch nicht teuerer, aber ich erhalte eine kleine Provision. Wenn du über den Link mein neues Buch kaufst, unterstützt du mich als Autorin, denn die Provision ist höher als das Autorenhonorar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.